Bei den handelsüblichen Gartenhortensien, wissenschaftlich Hydrangea genannt, handelt es sich um eine äußerst reich blühende Moorbeetpflanze, deren Ansprüche in etwa mit denen von Kamelien, Azaleen oder Rhododendren vergleichbar sind. Zumeist als kleine Topfpflanze mit überreichen Blütenständen erworben, sollte sie in ein torfiges, saures Substrat gepflanzt werden. Interessant ist bei dieser Pflanze die Steuerungsmöglichkeit der Blütenfarbe über Düngergaben, welche über die Hortensienwurzel aufgenommen werden. Vormals rotblühende Sorten werden unter Zugabe speziellen Hortensiendüngers tief blau, was natürlich eine regelmäßige und gut dosierte Gebe dieses physiologisch sauen Düngers voraussetzt. Dieser wird der Pflanze nach dem Aufbrechen der Knospen bis zur Blütezeit im Juli gegeben, um ein ansehnliches Ergebnis zu erhalten. Wichtig bei der Standortwahl ist ein geschützter Standort und die korrekte Sortenwahl, da das Aufbrechen der Knospen bei der Gartenhortensie nicht wie bei anderen Pflanzen durch Wärme und Sonnenlicht induziert wird, sondern durch tiefe Temperaturen in Herbst und Spätsommer. Dies birgt die enorme Gefahr eines Frostschadens an nicht ausreichend ausgereiften Knospen.

Daher sollte man über die Wachstumsgewohnheiten der zu pflanzenden Hortensienspezies und auch über das örtliche Kleinklima ausreichend Bescheid wissen, um unangenehmen Überraschungen zuvor zu kommen. Diese Besonderheit beim Knospenwuchs bedingt auch, dass die Triebe des laufenden Jahres die Knospen für die Entwicklung der Blüten für das nächste Jahr tragen. Dies ist beim Schnitt dringend zu beachten, da man sich ansonsten den Blüherfolg des Folgejahres durch eine unachtsam durchgeführte Schnittmaßnahme völlig zunichtemachen kann. Eingetopfte Hortensien werden generell eingewintert, wenn sie ihr Blattwerk verloren haben, oder man es ihnen gründlich entfernt hat. Sie werden kalt überwintert, um einen verfrühten Austrieb im Winterquartier zu verhindern und im folgenden Frühjahr nach den letzten Nachtfrösten wieder ins Freie gesetzt.